Meine Inhalte und Aussagen
Im Folgenden finden Sie die Inhalte, für die ich stehe und die ich als Bürgermeister für Herzogenrath vorantreiben will.
Herzogenrath ist eine wirklich schöne Stadt. Mit der Burg, der Wurm, der Nähe zur Natur und den sehr unterschiedlichen und reizvollen Stadtteilen und Dörfern hat Herzogenrath ganz außerordentlich viel zu bieten. Daher sagen mir auch die meisten Menschen, dass sie Herzogenrath sehr mögen und gerne hier leben. Mit dem fließenden Übergang in die Niederlande, dem Technologiepark in Kohlscheid, dem Eurode Business Center oder dem Grubengelände in Merkstein hat Herzogenrath sogar einige hervorstechende Besonderheiten, um die uns viele beneiden. Doch natürlich gibt es einige Probleme, um die wir uns dringend kümmern müssen.
Sicherheit und Sauberkeit sind elementar für ein gutes Zusammenleben. Da gibt es bei mir keine Kompromisse. Wir haben dafür gesorgt, dass bei diesen beiden Themen endlich konkret etwas getan wird. So haben wir beispielsweise das Ordnungsamt der Stadt grundlegend neu aufgestellt, in dem neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein neuer Leiter eingestellt, neue Uniformen mit schlag- und stichsicheren Westen besorgt, Prozesse gestrafft und Kontrolldichten erhöht wurden. So haben wir etwa am Herzogenrather Bahnhof durch das Alkoholverbot und permanentes Kontrollieren erreichen können, dass es eine deutliche Verbesserung gibt. Auch wenn der Bahnhofsvorplatz noch nicht ganz so aussieht, wie ich ihn mir wünsche, gehören die Zeiten, als dort dutzende Männergruppen 24 Stunden am Tag die Wartehäuschen blockiert haben, der Vergangenheit an. Die Stadtreinigung wurde zeitlich ausgeweitet und gar auf das Wochenende erstreckt, mehr Mülleimer an problematischen Orten aufgestellt und Kampagnen für mehr Sauberkeit entwickelt. Seit 2021 findet jedes Jahr ein umfassender Müllsammeltag statt, bei dem wir unsere Stadt säckeweise von wildem Müll befreien. Auf diesem Weg müssen wir weitergehen und ihn sogar noch ausbauen. Was mich etwa noch immer sehr stört, ist das wilde Müllabladen an Glas- oder Kleidercontainern. Sobald wir das entdecken oder darauf hingewiesen werden, machen wir es sofort weg. Viel mehr wäre mir allerdings daran gelegen, dass man den Übeltätern auf die Schliche kommt und ihnen ein Bußgeld auferlegt. Wir suchen aktuell nachn rechtssicheren Möglichkeiten, den Täten auf die Spur zu kommen.
Wirtschaftspolitik hat in Herzogenrath oberste Priorität. Denn klar ist: Wir wollen eine brummende Wirtschaft, starke Unternehmen und gute Jobs bei uns in der Stadt. Ein wesentliches Ziel meiner Politik besteht darin, die wirtschaftlichen Chancen und damit unser aller Wohlstand zu vergrößern.
Ein Großprojekt ist aktuell die Entwicklung des TPH IV. Auf dem alten Hollands-Gelände in Kohlscheid wird eine Erweiterung unseres Technologieparks entstehen, mit dem wir noch mehr Firmen in unsere Stadt ziehen. Ca. 21 Mio. Euro investieren wir dafür, von denen wir ca. 15 Mio. gefördert bekommen. Die Gewerbeparks in der Bicherouxstraße und im Nordsternpark haben wir erfolgreich vermarktet und wir sind überall unterwegs, wenn es darum geht, Business nach Herzogenrath zu ziehen. Gemeinsam mit der StädteRegion und der AGIT war ich etwa in Südkorea, um Kontakte für unseren TPH zu akquirieren, was insgesamt gut gelingt. Zu unseren großen Playern wie AIXTRON oder St. Gobain bestehen sehr gute Verbindungen, die uns außerordentlich wichtig sind.
Neben dem beeindruckenden, technologischen Schwerpunkt unserer Wirtschaft haben wir allerdings auch ein Augenmerk auf unsere Familienunternehmen sowie auf unsere kleineren und mittleren Firmen, auf Start-ups sowie den Einzelhandel und die Entwicklung unserer Zentren und Innenstadtbereiche. So ist mir zum Beispiel besonders wichtig, weiter entschieden gegen Leerstand zu kämpfen, Gewerbegrundstücke zu entwickeln und für mehr Leben in den Zentren zu sorgen. Deshalb will ich mich auch weiter dafür stark machen, dass Feierabendmärkte, Wein- und Bierfeste, Frühlingsfeste, Oktoberfeste und vieles mehr organisiert werden, denn nur lebendige Innenstädte werden von den Leuten angenommen.
Unser wunderbarer blauer Planet ist ein einmaliges Paradies. Es versteht sich von selbst, dass wir ihn schützen müssen, um den Lebensraum der Menschheit zu bewahren. Mir ist daher wichtig, dass wir uns um unsere Umwelt und unser Klima ernsthaft kümmern. Wir wissen zwar, dass wir aus Herzogenrath nicht die Welt retten können und wir sollten uns das auch nicht anmaßen. Aber klar ist auch, dass wir unseren Beitrag leisten und vorangehen sollten. Mein Ansatz ist dabei immer, keine Kulturkämpfe anzustacheln zwischen Radfahrern und Autofahrern oder zwischen Menschen mit E-Auto und Leuten ohne E-Auto. Vielmehr kommt es darauf an, das zu tun, was unserem Klima wirklich hilft. Die Stadt fördert etwa Maßnahmen zur Dach- und Fassadenbegrünung sowie Balkonkraftwerke, thermische Solaranlagen, Heizungsanlagen mit regenerativer Energienutzung, Blockheizkraftwerke und ortsfeste Brauchwassernutzungsanlagen. In meiner Amtszeit ist die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED abgeschlossen worden – und das viel schneller als geplant. Den beeindruckenden Solarpark in Worm-Wildnis, einer der größten in der Region, werden wir weiter unterstützen und Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden installieren. Mit dem akzeptanzfördernden Beteiligungsformat „Windkraft für Herzogenrath“ wird zudem dafür gesorgt, dass alle Herzogenratherinnen und Herzogenrather eingebunden werden, wenn Windkraftanlagen errichtet werden. Ich möchte noch stärker dafür sorgen, dass unsere Radwege vernünftig ausgebaut und auch gepflegt werden und ein wirkliches Radwegenetz auch zu unseren niederländischen Freunden hin entsteht.
Ich habe es daher immer als Problem angesehen, wenn Turnhallen für die Unterbringung von Flüchtlingen verwendet werden. Das geht schon viel zu lange so und daher ist es gut und überfällig, dass eigene Unterkünfte für Flüchtlinge errichtet werden, um die Sport- und Turnhallen endlich wieder für unsere Kids zur Verfügung zu stellen. Überhaupt muss unser Augenmerk auf die vielen Ehrenamtler in den Sportvereinen gerichtet werden. Sie leisten großartige Arbeit und ich will sie weiter nach Kräften unterstützen. Auch im Bereich der Kultur kommt es auf ein optimales Miteinander von Stadt und Kulturtreibenden an. Wir haben ein gutes und breit gefächertes Kulturangebot, von der Kunst etwa im Forum für Kunst und Kultur über die Brauchtumspflege etwa im Karnevalswesen bis hin zu unseren tollen Musikvereinen und Orchestern. Das will ich weiter beleben, alle Kulturtreibenden unterstützen und das städtische Kulturangebot weiter ausbauen und professionalisieren. Mir ist wichtig, dass wir die Abläufe in der Stadtverwaltung darauf hin überprüfen, wie sie den Kulturtreibenden besser entgegenkommen. Bei der Verwendung städtischer Räumlichkeiten für Kulturtreibende gibt es in der baulichen Beschaffenheit (Stichwort: Sanierungsstau beim Bürgerhaus Comeniusstraße) Probleme, aber auch in den Abläufen (Stichwort: Anmietung von Räumen oder Verleih städtischen Equipments) besteht Verbesserungsbedarf, der im ersten Schritt schon durch eine einheitlichere Kommunikation verbessert werden kann. Es war mir daher ein Anliegen, eine Abteilung Sport und Kultur im Rathaus zu etablieren, die seit Kurzem mit einem versierten Abteilungsleiter besetzt ist, der die Belange des Sports und der Kultur optimal bearbeiten kann.
In Herzogenrath haben wir die Stadtverwaltung dort, wo sie nicht optimal lief, ordentlich umgekrempelt, an vielerlei Stellen wie etwa beim Ordnungsamt neue Stellen geschaffen, Ämter zusammengefasst, Job-Tickets eingeführt, moderne Arbeitsformen ermöglicht und nicht zuletzt habe ich mit jedem der 600 Kolleginnen und Kollegen im Haus auch schon ein Mitarbeitergespräch geführt. Wir sind auf dem Weg, eine richtig gute Verwaltungskultur hinzubekommen, in der Teamplay großgeschrieben wird und jeder die Möglichkeit hat, sich durch besondere Leistung und Identifikation mit Stadt und Stadtverwaltung weiterentwickeln zu können. Und es gibt viel Positives über die Stadtverwaltung zu sagen: Wer bei uns einen Bauantrag stellt, bekommt seinen Bescheid viel schneller als anderswo; wer sein Kind in eine städtische Kita schickt, hat die besten Kitas zur Auswahl und zahlt im Ü3-Bereich nicht mal mehr Gebühren dafür. Wer ein Anliegen hat, wird zuvorkommend behandelt und es wird immer nach einer Lösung gesucht. Gleichzeitig gibt es aber auch noch ein paar Baustellen. Wir müssen bei Bauprojekten und in der Bauunterhaltung checken, wie man effektiver und zügiger werden kann, wir brauchen ein besseres Controlling und Monitoring. Wir müssen ferner die Interessen des Ehrenamtes (z.B. bei Buchungen von Räumen oder Equipment) mit den bestehenden Verwaltungsvorgängen besser unter einen Hut bekommen und die verschiedenen Stellen der Verwaltung müssten in mancherlei Hinsicht flüssiger und reibungsloser miteinander arbeiten. Wir bedrucken auch – wohl aus Gewohnheit – noch immer zu viel Papier und heften es ab, anstatt auf digitale Ablagen und Lösungen zu vertrauen.
Meine Qualifikation als promovierter Volljurist und meine Erfahrung als Amtsinhaber tragen dazu bei, dass ich mich sehr gut gewappnet fühle und außerordentlich viel Freude dabei empfinde, die Verwaltung zu führen. Mit meinen jungen Jahren habe ich die Lust und den Antrieb, die nötigen Veränderungsprozesse mit Herz und Energie umzusetzen.
Von mir wird man daher kein Abarbeiten am politischen Gegner erleben. Viel wichtiger ist mir, für meine eigenen Vorstellungen und Pläne zu werben und dafür möglichst viele Unterstützer zu gewinnen. Dazu gehören alle, die sich in unserer Stadt einbringen, die Kirchen, die Moscheegemeinde, die Vereine und Initiativen und auch jede Bürgerin und jeder Bürger ohne eine Funktion. Ideen und Anregungen anderer nehme ich immer gerne auf, sei es bei persönlichen Begegnungen, über Briefe, E-Mails, Telefonate oder auch bei Social Media. Generell glaube ich, dass Bürgerbeteiligung und Volksnähe grundlegende Eckpfeiler für die Arbeit eines Bürgermeisters sind. Denn nur wer weiß, was seine Leute denken und fühlen, kann sie auch gut vertreten. Daher sind mir Besuche bei Volksfesten, Märkten und Veranstaltungen wichtig, bei denen ich gern ein Bad in der Menge nehme und über dies und jenes ins Gespräch komme. Auch Besuche bei Bürgerinnen und Bürgern zu Hause gehören dazu und sind sehr wertvoll für mich. Nur wer weiß, was den Menschen auf der Seele liegt, kann sich auch für sie einsetzen.
Ein Herzensanliegen ist mir die Zusammenarbeit mit unseren niederländischen Nachbarn. Für mich ist klar: Es ist eines der größten Geschenke der Geschichte, dass Deutsche und Niederländer in unserem Grenzgebiet in Frieden und Freiheit zusammenleben. Wir sollten dieses Glück also nutzen und unsere Region gemeinsam nach vorne bringen. Vieles ist hier in der Vergangenheit bereits in Bewegung gesetzt worden. Das Eurode Business Center (EBC) ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie gut die wirtschaftliche Zusammenarbeit funktionieren kann. Aber auch viele bürgerschaftliche Aktivitäten wie der Eurode-Rollstuhlwandertag oder die Eurode-Freundschaftswiese sind mir wichtig. Entscheidend ist für mich nun aber die Frage, wie wir Eurode dauerhaft weiterentwickeln, denn es gibt immer noch recht viele Hürden, sei es im Bereich der Sozialversicherung, der unterschiedlichen Schulsysteme oder auch der Kinderbetreuung. Unter dem Arbeitstitel „Experimentierraum Eurode“ will ich daher gemeinsam mit meiner Kerkrader Amtskollegin dafür kämpfen, dass unserem Grenzgebiet ein Status zuerkannt wird, der mehr Flexibilität bei Regeln und Vorschriften beider Staaten ermöglicht und daher neue Projekte wie etwa eine grenzüberschreitende Kita ermöglicht. Das wird kein einfaches Unterfangen und man muss sicher einige Klinken dafür putzen, aber ich bin voll motiviert, das anzugehen.
Nicht zu vergessen sind auch die weiteren Partnerstädte der Stadt Herzogenrath: Plérin in der Bretagne in Frankreich und Bistritz in Rumänien. Zu beiden verbinden uns seit Langem partnerschaftliche Beziehungen, die ich gemeinsam mit unserem Städtepartnerschaftskomitee aus tiefer Überzeugung pflege. Denn unser gemeinsames Europa kann nur gedeihen, wenn nicht nur Staatschefs und Außenministerinnen miteinander sprechen, sondern auch zwischen den Kommunen enge Bande und Freundschaften geknüpft werden.