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Herzlich willkommen!

Liebe Herzogenratherinnen und Herzogenrather,

am 13. September 2020 haben Sie mich mit einem großen Vertrauensbeweis von 53,32 % der Stimmen zum neuen, hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Herzogenrath gewählt.

Ich freue mich sehr über das Ergebnis und werde hart dafür arbeiten, die in mich gesetzten Erwartungen zu erfüllen.

Bis einschließlich 31. Oktober 2020 ist noch Herr Bürgermeister von den Driesch im Amt. Erst am 01. November 2020 beginnt meine Amtszeit.

Selbstverständlich können Sie sich auch vorher über die bekannten Kanäle an mich wenden. Ich bitte jedoch um Verständnis, dass ich vor der Übernahme des Amtes noch keine Amtshandlungen vollziehen oder offizielle Termine wahrnehmen kann und darf. Alle vorbereitenden Termine oder Einarbeitungen erfolgen in enger Abstimmung mit dem amtierenden Bürgermeister Christoph von den Driesch.

Falls Sie bis einschließlich 31. Oktober ein Anliegen haben, können Sie sich natürlich trotzdem an mich wenden. Gerne kann ich Ihre Anliegen bis dahin an die zuständigen Stellen weiterleiten oder zur persönlichen Bearbeitung ab November vormerken.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr
Benjamin Fadavian

Zu meiner Person:

Ich wurde am 27. April 1990 im Marienhospital in Aachen-Burtscheid geboren. Meine Eltern hatten sich zuvor während des Studiums in Aachen kennen gelernt und sind in der Aachener Region heimisch geworden. Meine Mutter ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, mein Vater ist Diplom-Ingenieur (FH) der Architektur. Lange hat meine Mutter eine Praxis für Allgemeinmedizin in Alsdorf betrieben, ehe sie in Ruhestand ging.

Ich selbst habe 2009 mein Abitur am Einhard-Gymnasium abgelegt und anschließend Zivildienst geleistet.
Dann habe ich mit einem Studienstipendium der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) und mit großer Begeisterung Jura studiert und das Studium im Jahr 2015 mit der 1. Staatsprüfung vor dem Oberlandesgericht Köln abgeschlossen. Ich war danach am Seminar für Staatsphilosophie und Rechtspolitik der Universität zu Köln als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. Dort wurde mir im Jahr 2017 mit einer Arbeit über die verfassungsrechtlichen Grenzen interkommunaler Zusammenarbeit der Titel eines Doktors der Rechte verliehen. Die Arbeit wurde 2018 mit dem Promotionspreis der Kölner Rechtswissenschaftlichen Fakultät und des Vereins zur Förderung der Rechtswissenschaft ausgezeichnet. Die 2. juristische Staatsprüfung habe ich im Juni 2019 vor dem Landesjustizprüfungsamt in Düsseldorf abgelegt.

Aktuell arbeite ich als Referent der Geschäftsführung bei der regio iT GmbH in Aachen. Die regio iT ist ein kommunales Unternehmen, das IT-Dienstleistungen für Kommunen, Schulen, Energieversorger, Entsorger und Non-Profit-Organisationen anbietet. Meine Aufgabe besteht darin, die Geschäftsführung des Unternehmens in rechtlichen und strategischen Angelegenheiten zu beraten und zu unterstützen.
Darüber hinaus halte ich den Kontakt zur Wissenschaft und bin assoziiertes Mitglied des Zentrums für soziale Implikationen künstlicher Intelligenz (SOCAI) an der Universität Würzburg. Wenn es die Zeit zulässt, forsche und publiziere ich zum Digital-, Kommunal- und Verfassungsrecht.

Ich lebe in Herzogenrath-Pannesheide und fühle mich hier sehr wohl. In meiner Freizeit gehe ich gerne Schwimmen, spiele Schach, mache Ausflüge nach Nah und Fern oder lese Bücher, vornehmlich solche, die philosophische oder gesellschaftliche Themen behandeln. Daneben versuche ich, möglichst viel Zeit mit meiner Familie und an der frischen Luft zu verbringen. Letzteres gelingt mir schon deshalb ganz gut, weil ich den ganz überwiegenden Teil des Alltags – etwa den Weg zur Arbeit – ohne Auto gestalte.

In die SPD bin ich im Frühjahr 2006 eingetreten. Das war kurz vor meinem 16. Geburtstag. Politische Erfahrungen habe ich seit 2008 in der Aachener Kommunalpolitik sammeln können, so etwa von 2014 bis 2019 als Mitglied des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft der Stadt Aachen. Ferner war ich von 2010 bis 2019 Mitglied im Vorstand der Aachener SPD. Von 2009 bis 2019 war ich stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Aachen-Burtscheid.

Mich selbst würde ich als ruhig, zuverlässig und wertschätzend beschreiben. Ich bin ein zugänglicher Mensch, der herzlich lachen kann, sich für sein Umfeld interessiert und Verantwortung übernimmt. Mir ist wichtig, Zusammenhänge tief zu durchdringen, aber ich streite mich nicht um die goldene Ananas. Herzlichkeit im Stil und Ernsthaftigkeit in der Sache sind für mich keine Gegensätze. Ich bin konsensorientiert, aber scheue die Entscheidung nicht.

Ich stehe für frischen Wind und Kompetenz an der Spitze des Rathauses.

Tabellarischer Lebenslauf

Privat & Beruf

  • 27. April 1990: Geburt im Marienhospital in Aachen-Burtscheid
  • 2000 – 2009: Besuch des Einhard-Gymnasium in Aachen (mit dem Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife)
  • 2009 -2010: Zivildienst beim Schulamt der Stadt Aachen, zugeteilt der Gesamtschule Aachen-Brand zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Lern- und Förderbedarf
  • 2010 – 2015: Jura-Studium, Abschluss mit der 1. juristischen Staatsprüfung vor dem Oberlandesgericht Köln
  • 2015 – 2017: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Staatsphilosophie und Rechtspolitik der Universität zu Köln (Direktor: Prof. Dr. Otto Depenheuer)
  • 2017: Promotion Dr. iur. mit einer Arbeit über die verfassungsrechtlichen Grenzen interkommunaler Zusammenarbeit
  • 2017 – 2019: Rechtsreferendariat (u.a. mit Stationen bei der 1. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Aachen, der Staatsanwaltschaft Aachen, dem Auswärtigen Amt); Abschluss mit der 2. juristischen Staatsprüfung vor dem Landesjustizprüfungsamt in Düsseldorf
  • Seit 2019: Referent der Geschäftsführung bei der regio iT in Aachen in Vollzeit (hier bereits vorher nebenberuflich tätig)

SPD

  • 2006: Eintritt in die SPD
  • 2009 – 2019: stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Aachen-Burtscheid
  • 2010 – 2019: Mitglied im Vorstand der Aachener SPD
  • 2014 – 2019: Mitglied des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft der Stadt Aachen

Inhalte und Aussagen

Meine Inhalte und Aussagen

Im Folgenden finden Sie die Inhalte, für die ich stehe und die ich als Bürgermeister für Herzogenrath vorantreiben will.
Zunächst besteht eine wesentliche Aufgabe darin, dafür zu sorgen, dass die Stadtverwaltung reibungslos funktioniert, damit die Belange der Bürgerinnen und Bürger gut und zügig bearbeitet und die gefassten Beschlüsse rechtssicher und seriös umgesetzt werden. Daher werde ich mich dafür einsetzen, Arbeitsabläufe zu optimieren und als Bürgermeister frische Impulse in Stadt und Stadtverwaltung zu bringen. Ich will ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln, in dem die besten Ideen und Konzepte zählen und nicht die Frage, von wem sie stammen. In einer Zeit, die große Herausforderungen für das Gemeinwohl und die Stadt mit sich bringt, sollten wir uns die alten Herangehens- und Arbeitsweisen nicht mehr leisten.

Bestmögliche Bewältigung der Corona-Krise
Die Corona-Krise trifft die Welt, unser Land und damit auch Herzogenrath mit voller Wucht. Viele Menschen – insbesondere ältere Menschen und jene mit Vorerkrankungen – sind einer ernsten Gefahr ausgesetzt, die in einigen Fällen schon zum Tod geführt hat. Es ist daher richtig, dass Bund, Land und StädteRegion die notwendigen infektionsschutzrechtlichen Maßnahmen ergreifen, um einer Verbreitung des Virus entgegen zu wirken und die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems zu gewährleisten. Dabei vertraue ich unseren übergeordneten Stellen, dass sie sorgfältig abwägen und nur so lange von einschneidenden Maßnahmen Gebrauch machen, wie die Lage es erfordert.

Für uns vor Ort ist wichtig, dass die Stadt Herzogenrath ein eigenes Krisenmanagement betreibt, den städtischen Spielraum ausschöpft und effektive Maßnahmen ergreift, um die Folgen für die Menschen in unserer Stadt abzumildern. Dazu gehört, dass kontinuierliche Gespräche mit der StädteRegion stattfinden müssen, um zu erreichen, dass im Falle eines weiteren Anstiegs der Infiziertenzahlen die Menschen in unserer Stadt einen möglichst nahen und unkomplizierten Zugang zu Testzentren haben. Ferner muss die Stadt alles dafür tun, Gewerbetreibenden, Händlern und Geschäftsleuten zu helfen, die aktuelle Durststrecke zu überstehen. So müssen Anträge von betroffenen Kleingewerbetreibenden und Selbständigen auf Herabsetzung von Gewerbesteuervorauszahlungen bevorzugt bearbeitet und bewilligt werden, entsprechend beantragte Stundungsanträge für einen bestimmten Zeitraum entsprochen und Verspätungszuschläge einstweilen nicht festgesetzt werden. Ferner muss ein Mitarbeiter festgelegt werden, der mit Gewerbetreibenden in Kontakt tritt, auf die Rettungsschirme hinweist und Bezugsberechtigte bei der Antragstellung unterstützt. Es müssen auch einfache, aber deshalb nicht weniger wirksame Mittel ergriffen werden. So sollten die in einigen Stadtteilen bereits vorhandenen Listen, in denen geöffnete oder zur Lieferung bereite Geschäfte vermerkt sind, für die gesamte Stadt zusammengestellt und der Öffentlichkeit mitgeteilt werden. Sodann wäre gewährleistet, dass alle Herzogenratherinnen und Herzogenrather wissen, welcher Händler weiter geöffnet hat oder welches geschlossene Geschäft zur Haustür liefern kann. Diese und weitere Ideen habe ich kürzlich in den politischen Prozess eingebracht und es wäre hilfreich, wenn sie von der aktuellen Verwaltungsspitze zügig umgesetzt würden. Ich selbst würde keine Sekunde zögern, die Maßnahmen zu ergreifen.

Unabhängig davon ist es mir jedoch ein Anliegen, Danke zu sagen. Danke an alle, die unermüdlich ihren Dienst tun, um die Auswirkungen der Krise so gering wie möglich zu halten. Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger, Altenpflegerinnen und Altenpfleger, Verkäuferinnen und Verkäufer an der Kasse, diejenigen die in der Forschung oder in den Gesundheitsämtern das Virus bekämpfen oder diejenigen, die in der Ver- und Entsorgung oder an anderer Stelle den Laden am Laufen halten: Sie alle leisten zur Zeit erhebliche Mehrarbeit und bekommen doch häufig nicht die Anerkennung, die ihnen gebührt. Daher ist es für mich eine Frage des Anstands, dass gerade diejenigen in den unteren Gehaltsgruppen eine steuerfreie Prämie für ihre außergewöhnlichen Leistungen erhalten.

Herzogenrath als Lebensmittelpunkt
Herzogenrath ist eine schöne Stadt. Mit der Burg, der Wurm, der Nähe zur Natur und den sehr unterschiedlichen und reizvollen Stadtteilen hat Herzogenrath ganz außerordentlich viel zu bieten. Daher sagen mir auch die meisten Menschen, dass sie gerne Herzogenrather sind und dass sie ihr Umfeld und die Stadt mögen; dies im Übrigen ganz unabhängig davon, in welchem Stadtteil sie wohnen und ob sie hier geboren oder zugezogen sind. Mit den vielen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Einrichtungen und dem fließenden Übergang in die Niederlande hat Herzogenrath sogar einige hervorstechende Besonderheiten, die es noch besser herauszustellen gilt. Doch natürlich gibt es einige Probleme, um die wir uns dringend kümmern müssen.
Sauberkeit und Sicherheit
Völlig klar ist für mich, dass eine Stadt nur dann seinen Einwohnerinnen und Einwohnern ans Herz wachsen kann, wenn sie sauber und sicher ist. Niemand von uns würde seinen Müll bei sich zuhause im Wohnzimmer verstreut ausbreiten. Warum sollen wir dann hinnehmen, dass unser öffentlicher Straßenraum, unsere Bushaltestellen oder unsere Grünflächen regelmäßig vermüllt sind? Gleiches gilt für die öffentliche Sicherheit. An öffentlichen Plätzen, Bahnhöfen und Bushaltestellen muss man sich zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher fühlen können. Ich möchte daher das Erscheinungsbild unserer öffentlichen Flächen nachhaltig und konsequent verbessern, Umwelt- und Abfallsünder konsequenter verfolgen und unser Ordnungsamt und die Sicherheitsbehörden auch personell stärken. Denn nur dort, wo es sauber und sicher ist, fühlt man sich wohl und zuhause.
Verkehr
Wir haben augenscheinlich ein Verkehrsproblem. Und was ich mit dem Verkehrsproblem meine, lässt sich sehr anschaulich morgens und nachmittags auf der L232 beobachten, in der sich häufig nur im Schritttempo fortbewegt werden kann – mit erheblichen Folgen für die Umwelt und den Lärmpegel in unserer Stadt. Doch es geht mir nicht darum, dieses Problem den Autofahrern zum Vorwurf zu machen. Es beruht vielmehr auf einer ganzen Reihe von Gründen. Es hat etwa mit der Geographie und mit vielen Arbeitsplätzen in Aachen und den damit einhergehenden Pendlerströmen zu tun, die zu Spitzenzeiten zur Überforderung der L232 führen. Es hat aber auch damit zu tun, dass den Menschen, die morgens mit dem Auto zur Arbeit und nachmittags wieder nach Hause fahren, keine bessere und kostengünstigere Alternative zum Auto geboten wird. Wir müssen daher den Öffentlichen Personennahverkehr in seiner Zuverlässigkeit und Sauberkeit stärken und dafür sorgen, dass die Verkehrsträger besser ineinander greifen. So brauchen wir etwa mehr kostenlose Park & Ride Parkplätze an unseren Bahnhöfen. Denn es nützt nichts, wenn Menschen, die bereit sind, ihr Auto etwa in Kohlscheid auf einen Park & Ride-Parkplatz abzustellen, um dann mit der euregiobahn weiterzufahren, dort keinen Parkplatz mehr finden, weil die wenigen Parkplätze um 06 Uhr morgens schon belegt sind. Schließlich müssen wir fortwährend dafür Sorge tragen, dass in unserer eigenen Stadt genügend Arbeitsplätze vorhanden sind und man zum Arbeiten nicht zwangsläufig nach Aachen fahren muss. Außerdem erhoffe ich uns durch die Zunahme flexibler Arbeitszeitmodelle, dass sich die Belastung der L232 entzerrt, weil nicht alle zur selben Zeit unterwegs sein müssen. Als Stadt sollten wir daher flexible Arbeitszeitmodelle dort, wo es sinnvoll ist, fördern und selbst mit gutem Beispiel vorangehen.
KiTas und Schulen
Selbstverständlich ist, dass wir unsere KiTas und Schulen gut ausstatten und unserem Erziehungs- und Lehrpersonal den Rücken stärken müssen. Schließlich liegt auf der Hand, dass sich jeder Euro, der in Bildung gesteckt wird, doppelt auszahlen wird. Ich bin deshalb entschieden dafür, den Besuch der KiTa gänzlich kostenfrei zu stellen. Ferner plädiere ich dafür, unsere Schulen mit modernster Technik auszustatten. Dazu gehört etwa eine gute digitale Infrastruktur, die unsere Kinder auf die moderne Arbeitswelt vorbereitet. Niemals darf dabei jedoch der natürliche, zwischenmenschliche Kontakt zu kurz kommen. Denn zum kompetenten Umgang mit dem Smartphone gehört auch, es aus der Hand legen zu können.
Wirtschaft und Arbeit
Eine der wichtigsten Aufgaben des Bürgermeisters sehe ich darin, für eine funktionierende Wirtschaft und damit für Arbeitsplätze vor Ort zu sorgen. Wirtschaftsförderung muss Chefsache sein! Denn auch wenn viele Entwicklungen natürlich von der Weltwirtschaftslage und der allgemeinen Konjunktur abhängig sind, lässt sich in der eigenen Stadt einiges bewerkstelligen, um Arbeitsplätze zu halten bzw. neue zu schaffen. Wie das geht, steht in keinem Lehrbuch und erst recht in keiner Verwaltungsvorschrift. Ein Bürgermeister muss daher selbst initiativ werden und unter Nutzung seiner eigenen kreativen Fähigkeiten Strategien entwickeln, wie er seine Stadt voranbringen will. Er muss – falls gefordert – die Sprache der Wirtschaft sprechen können, sich mit eigenem Schweiß für die Ansiedlung von Betrieben einsetzen und ein exzellenter Vertreter seiner Stadt sein.
Was vielen auffällt, sind die vielen leerstehenden Ladenlokale in den Stadtteilen; ein Problem, das wir uns mit vielen Städten ähnlicher Größe teilen und für das wir ein Stück weit auch mitverantwortlich sind (Stichwort: Interneteinkäufe). Aufgabe des Bürgermeisters und der Verwaltung muss es sein, mit den Inhabern der Ladenlokale ins Gespräch zu kommen und unterstützend bei der Vermittlung und Anbahnung neuer Geschäftsgründungen mitzuwirken. Ein funktionierendes Leerstandsmanagement ist dafür Grundvoraussetzung.
Darüber hinaus möchte ich den Fairen Handel in der Stadt fördern und Herzogenrath zur „Fairtrade-Stadt“ führen.
Ich denke, dass ich mit meiner mehrjährigen Erfahrung aus dem Wirtschaftsausschuss der Stadt Aachen, meinem technologie- und wirtschaftsnahen Werdegang und meiner unbefangenen, auf Ermöglichung setzenden Lebenseinstellung einiges werde bewegen können, um Herzogenrath als attraktiven Wirtschaftsstandort zu positionieren. Schließlich ist klar, dass jene Zeiten, in denen fast alle Arbeitsplätze in der Stadt von einigen wenigen großen Betrieben zur Verfügung gestellt wurden, nicht erst seit gestern vorbei sind. Es kommt also darauf an, sich breit und krisenfest aufzustellen, jungen Unternehmen frische Luft zum Atmen zu bieten und auch die Stimme der etablierten Unternehmen vor Ort zu hören. Dabei muss selbstverständlich sein, dass sich wirtschaftlicher Erfolg in guten Arbeitsbedingungen widerspiegelt.
Wohnen
Herzogenrath ist eine wachsende Stadt, in der viele Menschen Wohnraum suchen. Es ist daher eine städtische Aufgabe, die notwendigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass dieser Wohnraum auch zur Verfügung gestellt wird. Ich plädiere dafür, den erforderlichen Wohnraum auf differenzierte Art und Weise zu schaffen. Dabei ist für mich einerseits klar, dass Herzogenrath aufgrund der unbedingt zu beachtenden Belange des Naturschutzes und der ohnehin angespannten Verkehrssituation nicht ins Unermessliche wachsen kann. Andererseits jedoch kann sich Herzogenrath auch nicht abschotten. Zielführend ist daher eine ausgewogene Herangehensweise. So sollte etwa durch Nachverdichtungen zusätzlicher, bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Darüber hinaus jedoch muss an geeigneten Stellen auch neu gebaut werden dürfen, wobei darauf zu achten ist, dass genügend sozial geförderter Wohnraum zur Verfügung gestellt wird. Insgesamt jedoch muss behutsam mit dem Verbrauch neuer Flächen umgegangen werden. Und das bedeutet für mich auch, dass geprüft werden muss, an welchen Stellen besser in die Höhe anstatt in die Breite gebaut werden kann.
Umwelt, Klima und Energie
Eine gute Umwelt- und Klimapolitik ist von außerordentlicher Wichtigkeit. Schließlich gibt es nur eine Erde und wir können die Schäden, die unsere Lebensweise dem Ökosystem zufügt, nicht einfach rückgängig machen. Auch wenn klar ist, dass wir aus Herzogenrath heraus nicht „die Welt retten“ können, so haben wir als Stadt doch eine große Verantwortung, diejenigen Projekte umzusetzen, die wir vor Ort leisten können. So müssen wir etwa durch die Förderung des Radverkehrs und des öffentlichen Nahverkehrs den motorisierten Individualverkehr in unserer Stadt reduzieren und auf eine klimaschonende Bauweise bei Gebäuden achten. Wir müssen Acht geben auf unsere Natur, die Wald- und Wasserflächen und darauf, dass auch Tiere in unserem Stadtgebiet leben, die wir als Mitgeschöpfe zu achten haben. Dabei ist mir jedoch wichtig, dass wir kluge Konzepte und nicht nur Einzelinitiativen verfolgen. So bin ich – um nur ein Beispiel zu nennen – fest davon überzeugt, dass mithilfe intelligenter digitaler Systeme erreicht werden kann, dass beispielsweise Licht in öffentlichen Gebäuden nicht stundenlang umsonst brennt, der Wasserhahn in Schulen nicht tagelang läuft und überhaupt ein Monitoring des Energie- und Ressourcenverbrauchs stattfindet. Dass nicht mehr jeder Verwaltungsvorgang auf Papier festgehalten und ausgedruckt werden muss, dürfte auch klar sein. Allein nur den Klimanotstand auszurufen, genügt jedoch nicht. Es muss in eine Phase der Taten übergegangen werden, in welcher der Stadt eine Schlüsselrolle zukommt. So besteht mit den vorgestellten Plänen des Energieparks Herzogenrath (EPH) die Chance, Herzogenrath durch Solarenergie zu einer energieautarken Stadt zu machen. Das wäre wahrlich ein großer Schritt und ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz, den ich beherzt unterstützen und vorantreiben möchte.
Freizeit, Kultur und Sport
Mir ist wichtig, dass Herzogenrath nicht zur „Schlafgemeinde“ verkommt. Auch wenn die Einwohner unserer Stadt überproportional mobil sind und Herzogenrath durch die Grenznähe, die enge Verflechtung in die Städteregion und insbesondere aufgrund der Nähe zur Stadt Aachen viele Auspendler beheimatet, muss es der Anspruch unserer Stadt sein, für ihre beinahe 50.000 Einwohner mehr als nur ein Ort zum Spazierengehen und Übernachten zu sein. Insofern ist mir besonders wichtig, dass die Schaffung von Kulturangeboten und die Förderung und Stärkung Kulturschaffender noch stärker als städtische Aufgabe begriffen wird. Es muss gelingen, dass sich die Angebote aus Stadt und Bürgerschaft ergänzen und dass gemeinsam an einem Strang gezogen wird. Denn völlig klar ist: Es mangelt nicht an bürgerschaftlichem Engagement und ehrenamtlich organisierten Kulturangeboten. Daher muss nach Kräften versucht werden, das Zusammenwirken von Stadt und Bürgerschaft durch eine bessere Koordination und Kommunikation von Seiten der Rathausspitze zu optimieren. Jedenfalls sollte die Stadt hier nicht nur eine reglementierende, sondern vor allem eine fördernde und ermöglichende Rolle spielen, um das vorhandene Potenzial zu entfalten und Kulturschaffende in ihrem Wirken zu bestärken. Denn auch wenn ich etwa den umliegenden Städten ihre Attraktionen von Herzen gönne, stimmt es mich traurig, wenn mir Einwohner sagen, dass sie die Stadt verlassen, um in den Genuss kultureller Angebote zu kommen. Darüberhinausgehend ist es nicht richtig, unsere Vereine (mitunter im wahrsten Sinne des Wortes) im Regen stehen zu lassen und ihnen kaum öffentliche Infrastruktur zu bieten, zumal das öffentliche Vereins- und Gemeinschaftsleben gerade in Zeiten zunehmender Vereinzelung besonders wichtig ist. Als Bürgermeister möchte ich daran arbeiten, diesem Zustand abzuhelfen. Auch wenn klar ist, dass der städtische Haushalt keinen Raum für große Experimente lässt, müssen wir den Freizeit-, Kultur- und Sportstandort Herzogenrath neu definieren. Schließlich wollen wir, dass sich alle Menschen in unserer Stadt wohl und zuhause fühlen.
Stadtverwaltung
Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Stadtverwaltung mit über 400 Mitarbeitern eine kompetente, gut ausgebildete und dynamische Verwaltungsspitze braucht. Ich will als Bürgermeister genau eine solche Verwaltungsspitze sein. Ich werde die Mitarbeiterschaft transparent und gerecht führen und das Klima im Rathaus zum Positiven verändern. Ich möchte eine Atmosphäre etablieren, in der die beste Idee zählt und nicht die Frage, von wem sie geäußert wurde. Dabei ist mir wichtig, die Mitarbeiterschaft bei anstehenden Veränderungen mitzunehmen und mich als Teamplayer zu erweisen. Gleichzeitig möchte ich wichtige Impulse setzen. Ich möchte Arbeitsabläufe effizienter gestalten, für ein hohes Maß an Seriosität und Rechtssicherheit nach innen und außen sorgen und mit Hilfe digitaler Instrumente eine Verwaltung auf der Höhe der Zeit sicherstellen. Für Jobtickets, flexible Arbeitszeitmodelle und ein neues, frisches Erscheinungsbild der Stadtverwaltung zu sorgen, ist für mich eine Selbstverständlichkeit.
Bürgerbeteiligung
Bürgerbeteiligung und Transparenz sind für mich wesentliche Elemente des Amtsverständnisses eines Bürgermeisters. Bürgerinnen und Bürger sollen sich jederzeit einbringen und Einfluss auf Entscheidungen nehmen können, ohne einer Partei, Institution oder einem städtischen Gremium angehören zu müssen. Neben regelmäßigen Bürgersprechstunden möchte ich extra Sprechzeiten für Kinder und Jugendliche anbieten. Auch regelmäßige Gesprächstermine in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen tragen dazu bei, die Arbeit des Bürgermeisters, des Rates und der Verwaltung transparenter zu machen. Dabei ist mir jedoch wichtig, dass es nicht bei nettem Plaudern bei Kaffee und Kuchen bleibt. Ich will die Ergebnisse der Gespräche sammeln, aufbereiten und auf sie konkret reagieren.
Zusammenhalt
Zusammenhalt ist mir außerordentlich wichtig. Damit meine ich einerseits den Zusammenhalt zwischen allen hier lebenden Menschen, andererseits jedoch auch den Zusammenhalt der Generationen untereinander und füreinander. Ich plädiere dafür, die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts als ernsthafte politische Aufgabe anzuerkennen und bin etwa dem Bundespräsidenten dankbar, dass er den von ihm so genannten „gesellschaftlichen Kitt“ immer wieder auf die Tagesordnung setzt. Denn letztlich liegt auf der Hand, dass eine Stadt wie Herzogenrath mehr ist als nur die Summe seiner Einwohner. Bei aller Individualität und allen Freiheiten, die uns unsere Grundordnung glücklicherweise garantiert, dürfen wir deshalb nicht aus den Augen verlieren, dass wir eine Gemeinschaft sind, deren einzelne Teile aufeinander angewiesen sind. Daher stimmt es mich traurig, wenn etwa ältere Menschen über Vereinsamung klagen oder jüngere Menschen vor lauter beruflicher Einspannung keine Zeit mehr für ihre Familie oder ein Ehrenamt haben. Ich möchte als Bürgermeister Impulse setzen, zu gesellschaftlichem Zusammenhalt beizutragen. Und ich will mich nach Kräften anstrengen, selbst ein gutes Vorbild zu sein.
Zusammengehörigkeit der Stadt- und Ortsteile
Herzogenrath bildet seit 1972 mit den ehemaligen Gemeinden Kohlscheid und Merkstein eine Stadt. Das führt dazu, dass Herzogenrath einen interessanten, von der Nord-Süd-Achse bestimmten räumlichen Zuschnitt aufweist, der insbesondere unter Verkehrsaspekten das ein oder andere Problem mit sich bringt. Durch die Geschichte, die ehemalige Eigenständigkeit der Gemeinden Kohlscheid und Merkstein, vor allem aber auch aufgrund der räumlichen Distanz zwischen den Stadt- und Ortsteilen haben sich eigene Identitäten in den Stadtteilen und in den Ortsteilen innerhalb der Stadtteile herausgebildet und erhalten. Ich finde, dass man diese Identitäten als Vielfalt begreifen muss und dass sie Herzogenrath zu einem reichen und spannenden Ort machen. Wir sollten diese Vielfalt als Gewinn für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt begreifen. Als Bürgermeister möchte ich daher Heimatverbundenheit fördern und Menschen dazu anspornen, sich für ihren Ort stark zu machen. Gleichzeitig jedoch müssen wir dafür Sorge tragen, dass sich die einzelnen Stadt- und Ortsteile auch nicht zu stark voneinander entfernen. Unter dem Dach der Stadt Herzogenrath müssen gemeinschaftlich Lösungen entwickelt werden, die für alle Menschen in der Stadt gut sind und die keinen Stadt- und Ortsteil strukturell privilegieren oder benachteiligen.
Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn
Für die Stadt Herzogenrath muss es aus meiner Sicht selbstverständlich sein, sich um eine noch viel bessere Kooperation mit seinen Nachbarstädten, insbesondere mit Kerkrade, zu bemühen. Wo, wenn nicht hier, soll europäische Zusammenarbeit gelebt und mit praktischem Nutzen für die Menschen beider Städte verbunden werden? Ich möchte mich dafür einsetzen, dass der Geist der Zusammenarbeit zwischen Herzogenrath und Kerkrade mit neuem Leben gefüllt wird. So will ich erreichen, dass die Strukturen effizienter und schlagkräftiger ausgestaltet werden. Dabei will ich dafür Sorge tragen, dass die Möglichkeiten der geförderten Zusammenarbeit, die das Europäische Recht und viele Abkommen bereithalten, ausgeschöpft werden, um eine einzigartige Modellregion der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu schaffen. Neben einer vertieften Verständigung der Menschen beider Städte verspreche ich mir davon ganz praktische Vorteile für die Region. So bin ich der festen Überzeugung, dass im Bereich der gesundheitlichen Versorgung, der Zusammenarbeit der Behörden, aber auch im Bereich der Medien oder im Bereich des gegenseitigen Sprachverständnisses, sowie in der Daseinsvorsorge generell noch erhebliches Verbesserungspotenzial verborgen ist. Ich glaube auch, dass es gelingen sollte, gemeinsame kulturelle Veranstaltungen auf die Beine zu stellen und ein gemeinsames Marketing beider Städte zu entwickeln. Schließlich haben Herzogenrath und Kerkrade zusammen ca. 90.000 Einwohner – fast Großstadtniveau.
Ist der nicht zu jung ... ?
Oft sprechen mich Bürgerinnen und Bürger auf mein Alter an. Viele freuen sich, dass sich mit mir ein junger Mensch – Jahrgang 1990 – für die Belange der Stadt einsetzen will und seinen Hut in den Ring wirft. Doch gelegentlich ist auch die ein oder andere kritische Frage dabei: Kann der das? Verfügt er über genügend Lebenserfahrung? Weiß dieser 30-Jährige, wie man eine Stadt und eine Stadtverwaltung führt und versteht er die Sorgen und Nöte der Bürger? Meine Antwort darauf ist ein klares Ja.
Trotz meiner jungen Jahre verfüge ich über viel Lebenserfahrung. Ich bin nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren und weiß, was es bedeutet, auf eigenen Beinen zu stehen und Verantwortung zu übernehmen. Seit über zehn Jahren arbeite ich in einem kommunalen Unternehmen und verfüge als promovierter Volljurist über eine solide Ausbildung, die für den höheren Verwaltungsdienst qualifiziert. Ferner weiß ich, was es bedeutet, Menschen zu führen, ihnen zuzuhören und Entscheidungen zu treffen.
Es ist mein Wunsch, diese Kenntnisse und Fähigkeiten dem Allgemeinwohl zur Verfügung zu stellen und die Stadt Herzogenrath in eine gute Zukunft zu führen. Ich bin sicher, dass Herzogenrath einen Bürgermeister gebrauchen kann, der neben seiner soliden Ausbildung auf Ideenreichtum und Unbefangenheit verweisen kann. Ein solcher Bürgermeister möchte ich sein.

 

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Dr. iur. Benjamin Fadavian
Pannesheider Straße 77
52134 Herzogenrath

Telefon: 0176 – 21 72 43 04

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